Ja, morgen wird nicht wie heute sein. So betrachtet ist das keine sonderlich spannende Aussage. Wenn die Aussage „Tomorrow will not be like today“ jedoch im Silicon Valley gemacht wird, noch dazu von einem Vertreter der Singularity University, eines führenden Technologie-Thinktanks, bekommt der Satz eine andere Bedeutung. Denn das Morgen, das die Technologie-Vordenker aus dem Valley vor Augen haben, übersteigt bei Weitem unsere Vorstellungskraft.

DAS ÜBERSTEIGT UNSERE VORSTELLUNGSKRAFT BEI WEITEM

Der technologische Fortschritt schreitet schneller voran als jemals zuvor. Bereiche wie die Kommunikationstechnologie, die Robotik, die Nanotechnologie, die Genetik und vor allem die künstliche Intelligenz – um nur ein paar Felder zu nennen – entwickeln sich so rasant, dass in naher Zukunft Dinge Realität sein werden, über die wir heute noch nicht einmal nachdenken.

Bereits 1965 formulierte Gordon Moore, Mitbegründer von Intel, eine Gesetzmäßigkeit, die heute unter dem Namen „Moore’s Law“ bekannt ist. Das Gesetz sagt aus, dass sich die Integrationsdichte in Schaltkreisen alle 12 bis 24 Monate verdoppelt. Vereinfacht gesagt: Alle 12 bis 24 Monate verdoppelt sich die Leistungsfähigkeit von Schaltkreisen bei gleicher Größe oder Schaltkreise mit gleicher Leistung sind nur noch halb so groß. Diese exponentielle Entwicklung hält mehr oder weniger bis heute an und wird sich – durch neue Technologien wie Quantencomputer und bessere Softwaresysteme – wohl auch so fortsetzen oder sogar beschleunigen.

Unser Problem: Wir können nicht exponentiell denken. Unser Gehirn ist darauf trainiert, linear zu denken. Wenn wir 30 lineare Schritte pro Meter machen, legen wir 30 Meter zurück. Was aber, wenn wir 30 exponentielle Schritte machen? Also einen Schritt mit je einem Meter, dann einen Schritt mit zwei Metern, dann mit vier Metern, acht Metern, 16 Metern und so weiter? Dann kommen wir mit 30 Schritten ungefähr 26 Mal um die Erde. Das übersteigt unsere Vorstellungskraft bei Weitem.

Die Technologie, die von dieser Entwicklung extrem profitiert, ist die künstliche Intelligenz, auch KI genannt (englisch AI – Artificial Intelligence), denn sie ist auf sehr große Rechnerleistungen angewiesen. Forscher gehen davon aus, dass bereits ca. 2030 die KI intelligenter sein wird als ein menschliches Gehirn. Und weitere 20 bis 30 Jahre später intelligenter als alle menschlichen Gehirne zusammen.

Faszinierend intelligent

1996 gewann Deep Blue, ein Schachcomputer von IBM, erstmals ein Spiel gegen den damaligen Weltmeister Garri Kasparow. Deep Blue verfügte über keine KI im heutigen Sinne. Er war lediglich in der Lage über seine Software zu berechnen, welcher Zug mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Sieg führt. Vereinfacht gesagt hat man Deep Blue Spielstrategien einprogrammiert.

Genau 20 Jahre später, 2016, gewann AlphaGo, ein intelligentes System von Google, vier von fünf Partien Go gegen Lee Sedol, einen der weltbesten Spieler dieses asiatischen Strategiespiels, das um Potenzen komplizierter ist als Schach. Nicht mal die komplette weltweit existierende Rechenleistung wäre in der Lage, alle möglichen Züge zu berechnen. Deshalb wurde AlphaGo trainiert, intuitiv zu spielen, so wie es die weltbesten Spieler tun. Bis zu diesem Zeitpunkt hielt es niemand für möglich, dass der Computer dieses Match gewinnen kann. Bis AlphaGo Züge ausführte, die so noch nie gespielt wurden und Strategien anwendete, die bisher nicht bekannt waren. Die Fachwelt war überw.ltigt und Lee Sedol geschlagen. Inzwischen wurde diesem Meilenstein künstlicher Intelligenz eine 90-minütige Dokumentation gewidmet, die wirklich empfehlenswert ist.

Es gibt verschiedene Methoden, Systeme mit künstlicher Intelligenz aufzubauen. Eine aktuell sehr prominente Methode sind die neuronalen Netze. Sie sind dem Aufbau des menschlichen Gehirns nachempfunden und sie lernen wie wir, indem sie üben (Deep Learning). Viele Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz, wie auch AlphaGo, beruhen auf dieser Methode.

Um zu lernen, benötigen diese Systeme aber Lernstoff. AlphaGo hat Tausende Go-Spiele studiert und analysiert, Milliarden an Daten verarbeitet, bis es in der Lage war, Lee Sedol zu schlagen. Ein neuronales Netz kann sehr gut Muster in Daten aufspüren und deshalb beispielsweise Bilder gut erkennen. Dafür muss es aber zuvor Abertausende Bilder gesehen haben. Vereinfacht gesagt: je mehr Daten, desto intelligenter. Hier schließt sich der Kreis zu Big Data und zum Datenhunger der globalen Digitalkonzerne. Wer die Daten hat, hat die Macht.

No Science-Fiction

Aber wo führt das alles hin? Zuerst einmal wird vieles einfacher, besser zu bedienen, die Nutzerfreundlichkeit steigt, wir erfahren an allen möglichen Stellen Unterstützung durch KI. Spezialisten sprechen hier vom „Augmented Age“, vom Zeitalter der Erweiterung der menschlichen Fähigkeiten durch intelligente Systeme. Die Spracherkennung digitaler Assistenten wird besser, Übersetzungstools übersetzen nahezu fehlerfrei, Bilder lassen sich viel leichter wiederfinden, weil das Handy automatisch alle Bilder findet, auf denen etwa ein Baum ist, eine Brücke oder eine bestimmte Person. In der Medizintechnik helfen digitale Bildanalyse-Systeme, Tumore viel früher zu erkennen und arbeiten um 16 Prozent besser als erfahrene Ärzte. Ähnliche Systeme sind in der Lage, schwierig zu diagnostizierende Krankheiten wie die diabetische Retinopathie frühzeitig zu erkennen und damit die Heilungschancen zu erhöhen.

KI optimiert die Arbeit von Landwirten, die mit Hilfe intelligenter Systeme, bei denen Daten über das Wetter, die Bodenqualität etc. einfließen, ihren Ertrag steigern und Ausfallrisiken minimieren. Es wird Systeme geben, die uns in der Entwicklung von Produkten unterstützen (intelligente CAD-Systeme) ebenso wie Programme, die uns wiederkehrende Routineaufgaben abnehmen, zum Beispiel das Erfassen von Belegen in der Buchhaltung. Selbstfahrende Autos werden uns per künstlicher Intelligenz zum gewünschten Ziel fahren, selbstfliegende Drohnen werden uns ohne Piloten von A nach B befördern. Parallel bucht unser digitaler Assistent einen Friseurtermin und bucht einen Tisch im Restaurant. Durch die Analyse Ihres Microbioms und Ihrer DNA wissen Sie genau, wie Sie sich ernähren müssen und auf was Sie achten müssen, um möglichst lange und gesund zu leben.

Sie denken, das passiert alles erst morgen oder übermorgen? Weit gefehlt. Das geht alles heute schon, wird in der Praxis eingesetzt, von Gesundheitsbehörden geprüft, befindet sich in Testphasen oder ist eine schon völlig normale Funktion auf unserem Smartphone. Erst vor kurzem, im Mai 2018, hat Sundar Pichai, der CEO von Google, gezeigt, wie der Google Assistant vollautomatisch zwei Telefonanrufe tätigt, um einen Friseurtermin zu buchen und einen Tisch zu reservieren. Die Qualität des Gesprächs war überw.ltigend und das Ergebnis wirklich erstaunlich.

Soweit so gut. KI kann also dazu beitragen, unser Leben zu vereinfachen, es zu verlängern, kann technologische Herausforderungen meistern und vieles mehr. Aber es gibt auch eine andere Seite der Medaille. Wenn uns KI in Zukunft viele Routinearbeiten abnimmt, wie lernen wir dann noch? Lernen wir nicht genau so, indem wir einen Vorgang immer und immer wieder ausführen, bis wir ihn perfekt beherrschen, bis wir Experten sind? Wie werden wir zu Experten, wenn die Übungsphase verloren geht?

Was passiert mit Berufen, in denen nur Routinearbeiten erledigt werden? Fallen die komplett weg? Müssen die Menschen umgeschult werden? Gibt es dann noch genügend Arbeit für alle? Welche Aufgaben erfüllen unser Berufsleben, wenn uns KI viele Aufgaben abnimmt. Wird Konsum an sich zu einem wertschöpfenden Faktor, weil so die Daten produziert werden, die die Systeme benötigen, um noch genauer zu prognostizieren, was wir „wirklich“ brauchen?

WO BLEIBT UNSERE FREIHEIT, UNSERE INDIVIDUALITÄT UNSERE INTIMSPHÄRE?

Ist das vielleicht der Grund dafür, dass Investoren aus dem Silicon Valley, sonst eher Vertreter eines libertären Wirtschaftssystems, sich für ein bedingungsloses Grundeinkommen einsetzen (und das, obwohl gerade die Konzerne aus dem Silicon Valley kaum Steuern zahlen)? Bill Gates hat bereits dazu aufgerufen, dass die Arbeit von Robotern zukünftig besteuert werden muss, um die Kosten wegfallender Arbeitsplätze zu finanzieren.

KI wird in der Lage sein, unser Leben zu verlängern, wird Krankheiten besiegen, unsere Sinne verstärken, unsere Wahrnehmung verbessern, unser Denkvermögen vergrößern und vieles mehr. Aber wird jeder Mensch auf der Welt es sich leisten können, diese Technologien für sich einzusetzen oder bekommen wir eine neue Form der Zweiklassengesellschaft, die neben arm und reich auch noch in „normale“ und „hyperintelligente Übermenschen“ gespalten ist? Und was bedeutet es, wenn Menschen so viel älter werden können, zum Beispiel für unsere Rentensysteme und unsere Arbeitswelt? Was ist die Folge, wenn sich die Altersgrenzen für Ämter von Geschäftsführern und Politikern verschieben und der Nachwuchs (noch) länger warten muss, um sich an vorderster Front einzubringen und Erneuerungen anzustoßen?

KI benötigt Daten. Unabhängig von den aktuellen Datenschutzdiskussionen aufgrund der Verfehlungen von Facebook und den verschärften Datenschutzbestimmungen – die ja nicht bei unserer Haltung zum Thema Daten, sondern lediglich beim regulierten Umgang mit unseren Daten ansetzt – sind wir für jeden Service, jedes Netzwerk, jedes Tool, das uns das Leben leichter macht, jederzeit bereit unsere Daten herzugeben. Wie angreifbar, wie erpressbar, wie beeinflussbar werden wir aber, wenn Konzerne und Regierungen alles über uns wissen? Wo bleibt unsere Freiheit, unsere Individualität, unsere Intimsphäre?

Wussten Sie, dass Forscher in der Lage sind, nur anhand einer Stimmaufnahme zu erkennen, in welchem Gemütszustand eine Person ist, mit wem sie gerade spricht, wo ungefähr eine Frau in ihrem Zyklus ist, ob Frauen schwanger sind und vieles mehr? Gleichzeitig stellen wir, ohne darüber nachzudenken, zu Hause Alexas und andere Assistenten auf, die uns ständig zuhören. Weil es so praktisch ist, weil es so einfach ist, vermutlich weil viele gar keine Idee davon haben, was sie sich damit ins Haus holen.

KI benötigt wie beschrieben sehr viele Daten, um intelligent sein zu können. Mit die wichtigsten Daten sind personenbezogene Daten, sie sind sehr viel wert. Wir werden also immer transparenter. Der Fragebogen der umstrittenen Volkszählung 1987 erscheint rückblickend wie ein Witz im Vergleich zu dem, was wir heute alles von uns preisgeben.

Alexa, hör mal weg!

In meinen Silicon-Valley-Vorträgen wurde ich bereits mehrere Male gefragt, ob es sein kann, dass Alexa und ihre Kolleginnen zuhören, auch wenn sie deaktiviert sind, die Gespräche verarbeiten und auf Basis dieser Erkenntnisse dann Werbung auf Facebook, Instagram oder anderen Kanälen einspielen. Die Fragen waren nicht theoretisch, es ging immer um konkrete Fälle, in denen jemand Werbung zu einem Produkt gesehen hat, das er/sie bisher noch nie gesucht, mit dem er/sie sich noch nie beschäftigt hatte – außer in einem Gespräch, bei dem auch ein Voice-Assistent im Raum war. Bisher war ich der Überzeugung, dass die Unternehmen sich trotz der technischen Machbarkeit – die Geräte müssen ja ständig zuhören, um sich selbst aktiv zu schalten, wenn das Codewort ausgesprochen wird – hüten werden, das zu tun, um dieser Technologie nicht in der frühen Phase ihres Lebenszyklusses Schaden zuzufügen. Ich habe mich wohl getäuscht, vor ein paar Tagen ist es mir selbst passiert.

Big brother is watching you

Wie all diese Daten, dieses umfassende Wissen eingesetzt oder sogar missbraucht werden kann, macht uns gerade China vor. Der dort in manchen (Test-)Regionen eingesetzte Social Score wertet alle verfügbaren Daten über die Bürger aus. Bezahlt jemand seine Rechnungen nicht, geht er bei Rot über die Ampel, übertritt er eine Geschwindigkeitsbeschränkung, prügelt er sich in einer Kneipe oder macht sonst irgendwas, das nicht den Normen und Vorgaben des Staates entspricht, gibt es Punktabzug. Verhält man sich positiv, gibt es Pluspunkte. Der Punktestand entscheidet dann darüber, ob man zum Beispiel günstig an Kredite kommt oder von Vorteilen bei der Wohnungsvergabe profitiert. Oder eben, ob man bei schlechtem Punktestand Zug- oder Flugtickets kaufen kann, bei der Jobsuche Probleme bekommt oder bei der Vergabe öffentlicher Aufträge mit seiner Firma außen vor bleibt.

KÜNSTLICHE INTELLIGENZ STEHT AM ANFANG IHRER ENTWICKLUNG UND WIR SIND DIE „SCHARNIERGENERATION”

Durch die zunehmende Ausrüstung aller öffentlichen Bereiche mit Kameras werden wir demnächst überall auffindbar sein. Die immer besser werdende Bilderkennung sorgt dafür, dass wir eindeutig identifiziert werden. Gleichzeitig haben chinesische Forscher ein KI-System entwickelt, dass mit 89,5 Prozent Genauigkeit in der Lage ist, nicht kriminelle Menschen von kriminellen Menschen zu unterscheiden, ohne dass diese in einer Kartei verzeichnet sind. Dürfen Personen, die von solchen Systemen erkannt und klassifiziert werden – ohne dass sie etwas verbrochen haben –, überhaupt noch in Städte oder bestimmte Gebäude? Technisch möglich ist das in gewissem Maß schon heute und der Science-Fiction-Blockbuster „Minority Report“ aus dem Jahr 2002 lässt grüßen. Hier werden Menschen aus dem Verkehr gezogen, weil sie demnächst kriminell werden und die Software das prognostiziert.

Eine internationale Aufgabe

Bereits heute existiert die Technologie, handgroßeKillerdrohnen zu produzieren, die wie Bienen ausschwärmen, ihre Opfer identifizieren, auf sie zufliegen und direkt am Opfer explodieren. Führende Wissenschaftler wie Stuart Russell von der Berkeley Universität in Kalifornien warnen inzwischen vor dem Einsatz künstlicher Intelligenz in der Waffenherstellung und zeichnen dafür warnende dystopische Szenarien, denn sie sagen: „The window to act is closing fast!“

KI wird momentan getrieben von privatwirtschaftlichen, kaum regulierten Konzernen mit unglaublich großen finanziellen Ressourcen, von Geheimdiensten, vom Militär, von Regierungen. Überall auf der Welt. Die Energie, mit der diese Technologien entwickelt werden, erinnert an das Wettrüsten im Kalten Krieg. Und wir können uns nicht darauf verlassen, dass nur die „guten“ Seiten genutzt werden. Wladimir Putin warnt in einer Rede im September 2017, dass die Nation, die führend in KI ist, die Welt beherrschen wird. Elon Musk, CEO von Tesla und SpaceX und einer der großen Visionäre des Silicon Valley, warnt seit Jahren vor den negativen Auswirkungen von KI und sieht sie sogar als wahrscheinlichste Ursache eines – hoffentlich nie eintretenden – dritten Weltkriegs.

KI braucht Regeln und muss auf globaler Ebene reguliert werden, wie die Atomenergie im Atomwaffensperrvertrag, der das Recht auf friedliche Nutzung von Kernenergie sichert und gleichzeitig zur Abrüstung verpflichtet und die Verbreitung atomarer Waffen verbietet. Versuche, KI auf nationaler Ebene zu regeln, werden scheitern, da diese Technologie keine Grenzen kennt und gleichzeitig in Zukunft ein wichtiger Wirtschaftszweig sein wird, der nicht einseitig reguliert werden darf, will man keine negativen Auswirkungen auf seinen eigenen Wohlstand riskieren. Ich will niemandem Angst machen. KI kann und wird extrem viel Positives bewirken.

Sie kann dazu beitragen, dass die Welt ein besserer Ort wird, Krankheiten ausgerottet und Ernährungsprobleme gelöst werden – wobei man beim intensiven Nachdenken schnell auf die Idee kommt, dass es der Welt ohnehin viel besser gehen würde, wenn es den Menschen nicht gäbe. Auf die Idee wird irgendein System bestimmt auch irgendwann mal kommen. Das führt uns zu den letzten Fragen dieses Artikels: Was bedeutet das für uns als Menschen? Hat uns jemals jemand gefragt, ob wir das wollen? Wollen wir wirklich so viel länger leben und zum Übermenschen werden? Können wir uns dem entziehen oder sind wir der Macht der Technologen, für die NUR die Machbarkeit entscheidend ist, weniger die Folgen, hilflos ausgeliefert? Was bedeutet das für unsere Gesellschaft? Yuval Noah Harari formuliert dazu in seinem absolut empfehlenswerten Buch „Homo Deus“ spannende Ansätze, Gedanken und mögliche Zukunftsszenarien.

Wir leben in einer Zeit des Umbruchs, künstliche Intelligenz steht am Anfang ihrer Entwicklung und wir sind die „Scharniergeneration“, die noch die Zeit vor KI kennt. Für unsere Kinder und Kindeskinder wird vieles, was wir heute noch als Science-Fiction wahrnehmen, Normalzustand sein. Werden sie es dann noch hinterfragen? Oder als gegeben hinnehmen? Unsere einzige Chance ist, uns intensiv mit diesen Fragen und der Technologie auseinanderzusetzen, zu verstehen, welche Chancen und Risiken sie birgt. Darüber zu diskutieren, wie wir dazu stehen, einen Kompass zu entwickeln, was wir nutzen, weil es uns hilft und was wir ablehnen, weil es unsere Freiheit einschränkt oder uns gefährdet, auch wenn es vordergründig vielleicht das Leben einfacher macht. Dann kann morgen auch gerne anders sein als heute. Weil es dann unser Morgen ist.

ÜBER DEN AUTOR:

Michael Frank ist Vorstand und Mitinhaber der Kommunikationsagentur Die Crew AG und besucht regelmäßig das Silicon Valley, um zu verstehen, wie Google & Co. funktionieren, welche Technologien dort vorangetrieben werden und was das für uns im Berufsleben und persönlich bedeutet. Seine Eindrücke gibt er weiter in seinen Vorträgen zu den Themen Silicon Valley, Künstliche Intelligenz, Big Data & Co., die er bisher über 50 Mal bei Unternehmen, Verbänden und Institutionen gehalten hat. Er ist erreichbar unter m.frank@diecrew.de oder auf LinkedIn.

TEXT UND FOTO: MICHAEL FRANK
GRAFIKEN: SHUTTERSTOCK

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